Für den Klassiker Fender Rhodes in all seinen Varianten hat die Fangemeinde mittlerweile eine Vielzahl von Modifikationen ausprobiert. Sie sollten das Rhodes leichter spielbar machen oder den Klang verbessern. Die häufigsten Modifikationen betreffen die Mechanik. Aber es gibt auch ausgefallenere Möglichkeiten, wie zusätzliche Kondensatoren oder eine zusätzliche Kupferisolierung. Allerdings sind solche Modifikationen eigentlich nicht notwendig. Ein gut eingestelltes Fender Rhodes in gutem Zustand braucht solche Maßnahmen einfach nicht. Es spricht für sich selbst.

Dyno-My Piano

Die berühmteste Modifikation ist sicherlich „Dyno-My-Piano“. Schon in den 70er erschienen viele Modifikationen. Die „Dyno-My Modifikation“ ist eine Modifikation, die es erstmals erlaubte mit der Tastatur die sich damals verbreitenden Midi-Expander anzusteuern. Noch erfolgreicher wurde jedoch die „Dyno-My Pro-Piano“ Preamp. Dieser Vorverstärker mit eingebautem Equalizer machte aus dem eher mittigen, fast dumpfen Sound des originalen Rhodes etwas Großes – glänzend ist wohl eine treffende Beschreibung. Große Künstler wie Michael Jackson, Marvin Gaye, Rick James oder Earth, Wind and Fire nutzten in den 70ern und 80ern diesen modifizierten Rhodes Sound. Durch diese stilbildende Ära verbinden viele Fans auch heute noch genau diesen „Dyno-Sound“ – den klassischen Fender Rhodes Sound dieser goldenen Ära.

Modifikationen und mechanische Wartung beim Klassiker

Viele Modifikationen fallen heute unter das Motto mechanischer Wartung. Gerade bei einem Musikinstrument, das vielleicht seit mehreren Jahrzehnten im Einsatz ist und auch ursprünglich nicht als absolutes Premium-Produkt entwickelt wurde ist es durchaus sinnvoll kleine Verbesserungen vorzunehmen. Dies kann gegen den normalen Verschleiß sein oder schlicht, um das Spiel und den Sound an sich zu verbessern oder um das Instrument dem eigenen Geschmack anzupassen. Jeder Musiker hat individuelle Vorstellungen, wie ihm der Anschlag der Tasten oder andere Details am besten gefallen. Solche Anpassungen können zum Beispiel eine Erneuerung der Filze sein, der Einbau zusätzlicher Tastengewichte oder die Neujustierung der Dämpfer. Neue Filze dämpfen stärker und schaffen Abhilfe bei zu dominantem Eigenklang der Tastatur. Dabei werden die Filze am Ende der Tasten ausgetauscht. So schlagen die Hämmer gegen einen weicheren Gegenpol.

Anleitungen und Kits für viele verschiedene Varianten

Auf der Homepage www.fenderrhodes.com finden sich viele nützliche Tipps und genaue Anleitungen, wie Modifikationen und Reparaturen vorzunehmen sind. Da das Fender Rhodes in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich war, ist es wichtig zu wissen, welches Version man besitzt. Denn nicht bei jedem Rhodes kann jede beliebige Modifikation umgesetzt werden. Auf der Fender Rhodes Webseite werden komplette Sets für die jeweilige Modifikation angeboten. Aufgrund der großen Fangemeinde, findet man in speziellen Shops auch fast alle möglichen Ersatzteile, die man brauchen kann. Viele Künstler, die an ein modifiziertes Rhodes gewöhnt sind, wollen kaum noch auf Originalmodelle umsteigen, da diese sich im Vergleich oft fühlbar schwergängiger spielen.

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Ein Musiker-Leben mit dem Rhodes!
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