“Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, habe ich mich darin verloren, ohne auch nur ansatzweise Effekte oder andere Funktionen anzufassen.“

 

Aja Grant, entspannter Mitbegründer und Keyboarder der „berühmtesten Band, von der Du noch nie gehört hast“, versprüht authentisches Talent, Leidenschaft und Coolness. Seine Band Phony Ppl ist eine aufregende und vielseitig musikalische Power-Combo, die einen völlig neuen Sound aus der Mixtur zwischen Funk, Soul, World Music und Hip-Hop / R&B kreiert. Als Keyboarder, der das Fender Rhodes und dessen wohlige Wärme schon immer geliebt hat, ist Aja Grant glühender Fan von e-instruments. Erst kürzlich bemerkte er, wie sehr Session Keys das Komponieren und Jammen von Phony Ppl revolutioniert hat.

Dem Namen verpflichtet

Aja Grant war in seiner Kindheit ständig von Musik umgeben: vom Schlazeugspiel seines Vaters über die allgegenwärtige Kirchenmusikkultur bis hin zur etwas seltsamen Mischung aus Fluch und Segen bezüglich seines Vornamens. “Mein Dad benannte mich nach dem Titelsong der Steely Dan Platte ‚Aja‘, was ich anfangs wirklich hasste – aber als ich zusammen mit einem Musiklehrer den Song analysierte, schloss ich ihn in mein Herz und liebe ich ihn seither.“ In der vierten Klasse der Grundschule stieg ich in das Musikprogramm ein und begann Baritonhorn zu spielen. Zum ersten Mal spielte ich ein echtes Instrument – das Klavier habe ich mir dann selbst ausgesucht.“
Was das Rhodes angeht, war es die Wärme des Keyboards, die Grant magisch anzog: „Ich habe das Gefühl, dass es der wärmste Keyboard-Sound überhaupt ist. Mit dem Rhodes ist es so: Es vermittelt dieses wirklich schöne, kuschelige und warme Gefühl. Aber gleichzeitig kannst Du diesen speziellen Biss herauskitzeln, es über einen Gitarrenverstärker jagen; es ist so vielseitig und Du kannst damit wirklich alles erreichen. Es macht einfach Spaß.“

Die andauernde Metamorphose von Phony Ppl

“Unser Sänger (Elbee Thrie, auch Songtexter) und ich gründeten die Band im ersten Jahr der High School. Wir hatten an Elbees High School auch den ersten Auftritt bei einer Talent-Show. Es begann als ein Spaßprojekt und ist jetzt tatsächlich zu etwas Großem für uns geworden!”

Smiling Phony Ppl

Ihre Musik erschließt sich ein eigenes Genre und entwickelt sich dabei ständig weiter. Das neue Album, an dem sie gerade arbeiten, hat wieder einen ganz neuen Sound: “Es hat einen anderen Charakter, weil wir gewachsen sind. Man wird ganz sicher völlig neue Zutaten hören. Dieser sich ständig wandelnde Sound basiert darauf, dass Phony Ppl´s Musik eine Reise ist“, sagt Aja Grant. “Es ist eine andere Energie. Auf einem Album will Elbee vielleicht über seine Ex-Freundin sprechen, im nächsten  setzt er sich dann mit dem Einfluss von Farben auf sein Leben auseinander und im Album danach breitet er dann eine seiner Fantasien aus – es ist einfach cool.“
Ihre Tracks entwickelt die Band ganz unterschiedlich: “Manchmal beginnen wir eine Session in Ableton oder Logic und spielen mit einem Beat, also drehe ich an ein paar Knöpfen, um zu sehen, was funktioniert. Dann kommen mir oftmals Songideen, wenn ich Klavier spiele – die nehme ich in Ableton auf, spiele es den Jungs vor und sie bauen auf der Basis dann weitere Elemente. Coole Ideen entstehen auch oft bei Jam Sessions, bei denen wir alle zusammenspielen. Diese Ideen strukturieren wir danach und bauen einen Song – es gibt so viele verschiedene Wege, so viele verschiedene Wege.“

Phony Ppl

Session Keys – König der Session

“Session Keys ist wirklich cool für mich“, preist Aja Grant die Instrumente. „ Zum Beginn bei Phony Ppl hatte ich kein ordentliches Keyboard, keinen Nord oder Roland; ich habe deshalb auf der Bühne einfach über meinen Computer gespielt und ich denke, Session Keys ist der beste Keyboard Sound aus einem Rechner. Jedes Bandmitglied verwendet mittlerweile Session Keys. Sie sagen dann so etwas, wie ‘Yo, Aja, vergiss ja nicht Deinen Laptop’, dann werden wir schon eine Idee haben und feilen stundenlang daran herum – wie bei einer Jam Session spielen wir dann auf den Session Keys. Das macht riesig Spaß im Verbund mit Ableton oder Logic. Es klingt einfach verdammt gut und es macht mächtig Laune all die Effekte einzusetzen.

Elbee hat den Pentamorph für sich entdeckt, der richtig cool ist. Wir lieben es, Sounds zu kreieren, die sich nicht mehr wie ein Klavier oder eine Rhodes anhören, und bei denen Du dich fragst, was ist das bitte für ein Sound??’”
„Session Keys fühlt sich so an, als würde ich einen echten Flügel oder ein richtiges Rhodes spielen und nicht irgendein Sampleprogramm abfeuern“, erklärt Aja Grant. “Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, habe ich mich darin verloren, ohne auch nur ansatzweise Effekte oder andere Funktionen anzufassen. Das war zu einem Zeitpunkt, als ich wegen meines Studioumbaus kaum zum Spielen kam, aber für das Album schon alle Spuren eingespielt hatte und auf die andere warten musste. Als ich dann die Session Keys getestet habe, spielte nach einer ganzen Weile zum ersten Mal wieder intensiv und bin dabei förmlich ausgerastet! Es klang nicht nur gut, sondern hat sich auch fantastisch angefühlt. Ich habe im Keller der Wohnung meines Bruders gespielt und seine Freundin kam irgendwann runter und sagte: „ Mann, ich sollte echt ein paar Kerzen anzünden, es hat sich so schön angehört!“

Aja Grant smiling in studio

Keeping it real

Es liegt vielleicht am gemeinsamen Ethos, dass nichts die Seele und Spielbarkeit eines echten Instrumentes schlagen kann, weshalb Grant e-instruments so sehr verehrt. Sein Ratschlag, den er jedem Musiker von Beginn an gibt, lautet daher wenig überraschend: „Selbst wenn sich die Produktion als das Coolste der Welt anfühlt, übe das echte Instrument so viel Du kannst, gehe an die Wurzeln zurück und versuche die Basis zu perfektionieren. Es gab eine Zeit, in der ich selbst nicht mehr fokussiert meine Instrumente übte und dachte: „Ich werde jetzt Produzent. Glücklicherweise hat mich dann einer meiner Lehrer hart kritisiert und mir gesagt: „Du musst weiter spielen, es gibt nichts Vergleichbares.“ Lass dich nicht von der Produktionssache mitreißen, übe weiter und höre Musik auch wieder, nur um sie zu lieben. „

e-instruments gerald mccauley

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