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Bildschirmfoto 2015-12-01 um 14.50.50Ein Musiker-Leben mit dem Rhodes!

Gerald McCauley ist Rhodes-Enthusiast mit Leib und Seele. Der Plattenproduzent ist die treibende Kraft hinter dem faszinierenden Filmtribut an das Kultinstrument – Down The Rhodes: The Fender Rhodes Story.

Hier erzählen Künstler aus allen Teilen der Musikwelt, wie sie das Instrument kennen und lieben gelernt haben. McCauley ist davon überzeugt, dass mit dem Rhodes das Gesicht der modernen Musik maßgeblich mitgestaltet wurde.

Mit ihm Zeit zu verbringen, ohne dabei auf seine unbändige und ansteckende Leidenschaft für das Instrument zu stoßen, ist gänzlich unmöglich.

Eine Liebe fürs Leben

Die Liebe zum Rhodes reicht zurück bis in McCauleys Kindheit: “Es gab damals in den 70ern Fernsehsendungen wie „The Midnight Special“ oder „Don Kirshner’s Rock Concerts“ und ich blieb heimlich lange wach – meine Eltern wären ausgeflippt – aber nur so konnte ich dieses Instrument auf der Bühne sehen. Dieses Instrument… Es sah aus wie ein Piano. Ich hatte es noch nie zuvor gesehen. Es hatte diesen interessanten Klang, diesen ganz speziellen Sound …”

Als der junge Gerald McCauley es schließlich live zu hören bekam, war es um ihn geschehen: “Ich erinnere mich genau daran. Es war Patrice Russian beim Mittagskonzert an unserer Schule. Ich hatte noch nie eine Frau am Rhodes gesehen, aber noch viel beeindruckender als dieser Umstand war der wunderschöne Sound, den sie dem Instrument entlockte. Das hat mich umgehauen! Ich weiß nicht wieso, aber das Rhodes stach aus allen anderen Instrumenten heraus. Dieses Instrument hatte etwas Besonderes. Es umarmte die Musik förmlich. Es hatte einfach einen solch wundervoll warmen Sound, der meinen Ohren ungemein schmeichelte. Ich beschloss auf der Stelle: “ Oh Mann, ich muss eins haben!“

fender rhodes story

Wenige Jahre später wurde McCauleys Traum vom eigenen Rhodes wahr. In der Garage eines Freundes schlummerte es: “Das war das schönste Geschenk, dass man mir machen konnte. Es war fantastisch. Mein Freund wollte es los werden. Es hatte keine Abdeckung mehr, aber das Rhodes selbst war in einem perfekten Zustand. Ich öffnete es und das Holz war wie neu, alles war neu… bis heute habe ich kein besser klingendes Rhodes gehört, als dieses!“

Über Genres und Generationen erhaben

Die Anziehungskraft des Rhodes liegt vorallem in seiner Vielseitigkeit, schwärmt McCauley. Über die Jahrzehnte wurde es in den verschiedensten Musikstilen eingesetzt. “Das Rhodes gibt dem Keyboarder eine ungeheure Flexibilität. Und das obwohl es nur einen einzigen Sound hat! Man kann mit diesem Instrument so viele wunderbare Dinge anstellen – mit Effekten, Pedalen; allein durch die Art wie man es spielt – es hat so viel Dynamik. Du kannst mit einer Note auf dem Rhodes so viel erreichen. Das bietet kein anderes Keyboard. Ich glaube vielen Leuten hilft das auch beim Songwriting. Das Instrument gibt dir etwas zurück. Man kann in Ruhe auf die Schönheit der Akkorde achten. Außerdem hat es diesen elektronischen Charakter und dieses Spielgefühl, den meiner Meinung nach kein anderes Keyboard-Instrument hat.”

Es ist nicht nur genre- sondern auch generationsübergreifend. Es hat einfach einen zeitlosen Charme. Deshalb taucht es auch seit seiner Prämiere in jeder Musikergeneration wieder auf und ist immer noch ein Maßstab für authentischen E-Piano-Sound. “Jede noch so progressive Technologie emuliert irgendwas Altes. Immer wenn man einen neuen Software-Synthesizer oder eine Keyboard-Library oder ein Digital-Piano installiert, sucht man erstmal nach dem Akustik-Piano-Patch und nach dem Rhodes-Patch. Meist kann man daran schon erahnen, wo die Reise hingehen wird.“

fender rhodes story hancock

McCauley lässt keinen Zweifel daran, dass wir es mit einem legendären und einflussreichen Instrument zu tun haben:

“Hinsichtlich seines Beitrags zur musikalischen Evolution steht das Rhodes für mich auf einer Stufe mit dem akustischen Piano.“

Jedes neue Instrument eröffnet neue Klangwelten, aber das Rhodes war ein großer Schritt für die Entwicklung und Klangästhetik der Musik in der damaligen Zeit. Es hat einen unverwechselbaren Klang. Und dieses Gefühl, wenn man es hört… Manchmal ist es sehr präsent, spielt sich in den Vordergrund und manchmal klingt es fast passiv, sodass Du dich fragst: „Was habe ich da eben gehört?“  Es wird fast wie ein Effekt eingesetzt und ich glaube, das ist etwas, mit dem es sich von anderen Instrumenten abhebt: ein Rhodes kann deutlich wahrgenommen werden oder es kann sich unbemerkt in den Klangteppich einweben. Ich habe Songs gehört mit einem Rhodes drin und ich habe es nicht gemerkt, bis ich die Creditlist gelesen, oder den Song noch einmal wirklich konzentriert gehört habe.“

Aja Grant in Studio

Aja Grant – ein authentisches Original und Mitbegründer der Phony Ppl

“Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, habe ich mich darin verloren, ohne auch nur ansatzweise Effekte oder andere …

Verschiedene Rhodes-Modelle im direkten Vergleich

Das Fender Rhodes ist das wahrscheinlich bekannteste E-Piano der Musikgeschichte. Der typische Rhodes-Sound kommt in unzähligen, weltberühmten Stücken vor. Doch …

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