fbpx

Das Fender Rhodes ist das wahrscheinlich bekannteste E-Piano der Musikgeschichte. Der typische Rhodes-Sound kommt in unzähligen, weltberühmten Stücken vor. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den über die Jahre erschienenen Varianten des Instrumentes?

Das erste Fender Rhodes „Silver Top“ Elektrische Piano

Zuerst springt dem Betrachter der silberne Deckel ins Auge. Das erste Fender Rhodes Piano wurde von 1965 bis 1969 in unterschiedlichen Versionen produziert. Am häufigsten war die Version mit 73 Tasten und einem 50 Watt Verstärker. Generell lässt sich der Sound als glockenartig und etwas rau beschreiben.

Fender Rhodes Mark I

Ab 1975 wurde das Fender Rhodes Mark I produziert und erhielt den schwarzen Deckel und die silberne Kontrollleiste. Es gab jetzt eine Variante mit Verstärker (Suitcase) und eine leichter zu produzierende ohne Verstärker (Stage), die auch deutlich günstiger war. Die verschleißanfälligen, hölzernen Hämmerchen hatten jetzt auswechselbare Gummi-Köpfe. Abhängig von der Oktavgruppe wurde die Härte des Gummis angepasst, damit der Klang gleich blieb. Die Resonatoren wurden verändert, so dass das gesamte Piano leichter wurde. 1972 erschien auch das erste Mark I mit 88 Tasten.

Rhodes Mark I

Ab 1975 wurde nicht nur der Name geändert, sondern auch an der Klangerzeugung wurde weiter gearbeitet. Die Hämmerchen bestanden von nun an komplett aus Plastik, die Köpfe blieben aus Gummi. Der Rhodes-Klang Mitte der 70er Jahre war weniger glockenartig und etwas weicher. Der Verstärker der Suitcase-Version verfügte nun über 100 Watt und Anschlüsse für ein Mischpult, außerdem wurden Klinken-Buchsen für externe Effektgeräte, ein Vibrato-Effekt und ein Equalizer hinzugefügt.

Rhodes Mark II

1979 kann als das Jahr angesehen werden, in dem das Rhodes Piano am populärsten war. Hauptsächlich wurden jetzt Änderungen an der Optik der Pianos vorgenommen und es bekam nun einen edleren schwarzen Look. Der neue Deckel hatte eine Extra-Ablage für ein kleineres zweites Tasteninstrument. Außerdem erschien 1980 eine kleine Rhodes-Variante mit 54 Tasten. Parallel wurden nun Versionen mit Holz- und Plastiktasten angeboten. Der Vorteil der längeren Haltbarkeit der Plastiktasten wurde jedoch mit einem von vielen als negativ angesehenen Spielgefühl erkauft.

Rhodes Mark III

Das Mark III markierte im Grunde genommen schon das Ende der klassischen Fender Rhodes Pianos. Das Mark III ist eigentlich ein Stage 73 Modell mit Synthesizer-Komponente, um einen moderneren, fast futuristischen Sound zu erzeugen. So konnte der neue elektronische Sound und der originale Rhodes-Klang unabhängig voneinander angespielt werden, was dem Mark III viel mehr Möglichkeiten zur Klangerzeugung verlieh.

Mittlerweile klingen auch für Experten fast alle Rhodes E-Pianos unterschiedlich, da durch Verschleiß, Alter und die verschiedenen Modifikationen und Reparaturen kleinste Unterschiede, zum Beispiel beim Abstand zwischen Klangstab und Tonabnehmer entstanden sind.

Aja Grant in Studio

Aja Grant – ein authentisches Original und Mitbegründer der Phony Ppl

“Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, habe ich mich darin verloren, ohne auch nur ansatzweise Effekte oder andere …

e-instruments gerald mccauley

Story – Gerald McCauley Teil 1

Ein Musiker-Leben mit dem Rhodes!
Gerald McCauley ist Rhodes-Enthusiast mit Leib und Seele. Der Plattenproduzent ist die treibende Kraft hinter dem …

Be inspired. Make music.
close